Gefahrgut Übung Stadtwerke
Am 12.05.2026 führten wir bei unseren Nachbarn, den Stadtwerken Bad Reichenhall, eine umfangreiche Einsatzübung durch.
Ausgangspunkt des Übungsszenarios war eine ausgelöste Brandmeldeanlage.
Bereits bei der ersten Lageerkundung durch unsere Einsatzleitung zeigte sich, dass mehrere Rauchwarnmelder sowie ein Handfeuermelder ausgelöst wurden. Da dies auf eine simulierte Gefahr hinwies, erfolgte umgehend eine Erkundung unter schwerem Atemschutz.
Da der betroffene Bereich als explosionsgefährdet gekennzeichnet war, musste mit erhöhter Vorsicht vorgegangen werden.
Im weiteren Übungsverlauf konnte im Rahmen der Erkundung durch den ersten Atemschutztrupp konnte eine bewusstlose Person aufgefunden und umgehend aus dem Gefahrenbereich in einen sicheren Abschnitt verbracht werden.
Kurz darauf ergab die weitere Lagefeststellung den fiktiven Austritt von Ammoniak. Daraufhin rüsteten sich mehrere Trupps mit Chemikalienschutzanzügen aus, um die weiteren Maßnahmen im Gefahrenbereich durchführen zu können. Der erste Angriffstrupp sowie die bewusstlose Person wurden in der Zwischenzeit einer Dekontamination unterzogen.
Da in diesem Übungsszenario eine Ausbreitung des Gefahrstoffs über die Luft nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde ein Wasser-Sprühnebel zur Niederschlagung des Ammoniaks eingerichtet. Dadurch konnte eine weitere Ausbreitung des Stoffes verhindert werden.
Parallel dazu wurde der betroffene Gebäudebereich weiter kontrolliert. Auch hier konnte eine Ausbreitung des Gefahrstoffs unterbunden und eine kontrollierte Belüftung über die hauseigene Abluftöffnung durchgeführt werden.
Übungen wie diese ermöglichen es uns, realitätsnahe Einsatzabläufe unter nahezu echten Bedingungen zu trainieren und uns bestmöglich auf den Ernstfall vorzubereiten.
Wir bedanken uns bei den Stadtwerken Bad Reichenhall für die Stellung der Übungsörtlichkeit 🚒