Bericht Waldbrand Ruhpolding
Am Abend des 03.05.2026 wurden mehrere Feuerwehren aus dem Landkreis Traunstein zu einem Waldbrand am Saurüsselkopf (Ruhpolding) alarmiert. Nachdem bereits kurze Zeit später das Ausmaß des Brandes bekannt wurde, erfolgte noch in der Nacht die Information an unser Kommando über den bevorstehenden Einsatz der Flughelfergruppe Bad Reichenhall.
Am 04.05.2026 erfolgte gegen 05:00 Uhr die abgesprochene Alarmierung der Flughelfergruppe.
Einsatztage 1-3
Unsere Flughelfergruppe unterstützte im Abschnitt Tal (Bereich Chiemgau Arena) die Einsatzabwicklung sowie Logistik für die Hubschrauber, wobei uns die örtlichen Feuerwehren tatkräftig zur Seite standen.
Mit Ausrufung des Katastrophenfalls trafen im Verlauf der ersten Tage zahlreiche Hubschrauber ein. Es wurden zwei Flugfelder betrieben, an denen die Löschwasserbehälter der kleineren Maschinen über Schlauchleitungen befüllt sowie die Hubschrauber mit Kerosin versorgt werden konnten.
Die Wasseraufnahme der größeren Hubschrauber erfolgte aus dem Förchensee sowie dem Weitsee. Der zeitweise Zunahme der Brandintensität (u. a. durch starke Sonneneinstrahlung) konnte durch Erhöhung der Abwurffrequenz begegnet werden. Bei Eintreffen der Hubschrauber der Bundeswehr wurde ein eigenständiger Betrieb durch die Flughelfergruppe Wolfratshausen eingerichtet. Im Verlauf der Tage waren deutliche Löscherfolge sichtbar.
Da die Auflösung des Abschnitts Bundeswehr für Tag 4 feststand, wurde der Einsatz der Flughelfergruppen Bad Reichenhall, Landkreis Rosenheim und Wolfratshausen beendet und an die Kameradinnen und Kameraden aus München übergeben.
Am 13.05.2026 erfolgte eine erneute Anforderung unserer Flughelfergruppe durch die Polizeihubschrauberstaffel Bayern. Dabei unterstützten wir die gezielten Nachlöscharbeiten sowie den Lasttransport zwischen Berg und Tal.
Insgesamt waren täglich durchschnittlich 15 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Reichenhall am Einsatz beteiligt. Die Fachberatung Luft wurde durch unseren Stadtbrandmeister Franz Gruber sowie Kreisbrandmeister Andreas Schubert geführt.
Wir bedanken uns bei allen beteiligten Einsatzkräften und Organisationen für die erfolgreiche und kameradschaftliche Zusammenarbeit.